Aufholen von Defiziten: Lernbrücken gegen Lernlücken

Aufholen von Defiziten: Lernbrücken gegen Lernlücken

Lernlücken gab es in der Corona-Zeit bei vielen Kindern. Nun ist das große Paket angelaufen zum Aufholen von Defiziten: „Lernbrücken“ am Ende der Sommerferien und „Rückenwind“ im nächsten Schuljahr sind in der Planungsphase, „Bridge the Gap“ ist vergangenen Montag gestartet. Alle haben zum Ziel, Kinder mit Nachholbedarf maximal zu fördern.

„Bridge the Gap“ mit 550 Lehramts-Studierenden in ganz Baden-Württemberg ist momentan eher ein Tropfen auf den heißen Stein. Für das nächste Programm „Lernbrücken“ hat das Kultusministerium nun Details veröffentlicht. In den letzten beiden Sommerferien-Wochen sollen ab 30. August Kinder gefördert werden, die besonders unter den Schulschließungen gelitten haben.

Der Zeitplan für Lernbrücken

Die Zeit drängt: Schon bis 25. Juni müssen alle Schülerinnen und Schüler verbindlich durch die Eltern angemeldet sein. Um das zu erreichen, sollen KlassenlehrerInnen Kinder identifizieren, die an dem Programm teilnehmen sollten. Eine entsprechende Empfehlung soll den Eltern bis zum 18. Juni zugehen.

Doch anders als im letzten Schuljahr ist der Kreis potentieller TeilnehmerInnen explizit weiter gefasst:

Am Förderprogramm „Lernbrücken“ dürfen auch Schülerinnen und Schüler auf Wunsch der Eltern teilnehmen, die nicht zur ursprünglichen Zielgruppe gehören.

Brief des KM an die Schulleitungen vom 9. Juni 2021

Wir empfehlen jedoch in jedem Fall eine Rücksprache mit den KlassenlehrerInnen, inwieweit eine Teilnahme sinnvoll ist, wenn keine Empfehlung seitens der Schule ausgesprochen wurde.

Inhaltliche Konzeption

Der inhaltliche Fokus ist klar definiert und richtet sich nach der Schulart.

  • Grundschule: Stärkung der Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik (Lesen, Schreiben und Rechnen).
  • Sekundarstufe 1: Förderangebote in Deutsch, Mathematik und der Pflichtfremdsprache; ergänzende Angebote im Wahlpflichtbereich möglich.
  • Gymnasien: Förderangebote in Deutsch, Mathematik und die an der jeweiligen Schule angebotenen 1. und 2. Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Latein). Ergänzendes digitales Förderformat in naturwissenschaftlichen Fächern.
  • SBBZ: Inhalte auf Grundlage der individuellen Lern- und Entwicklungsbegleitung (ILEB).

Eine freiwillige Teilnahme an den Lernbrücken ergibt also nur Sinn, insofern in den hier genannten Bereichen Defizite bestehen.

Organisation

Im Hintergrund wird die Personalplanung laufen und die Gruppeneinteilung erfolgen. Es ist möglich, dass Schülerinnen und Schüler nicht in ihrer eigenen Schule an den Lernbrücken teilnehmen. Eine Einteilung, wer wo wann über die Lernbrücken gehen darf, ist ab 15. Juli geplant. Wann genau die Kinder und Eltern über den Ort informiert werden, steht laut der uns vorliegenden Schreiben noch nicht fest.

Ausblick

Wie es im nächsten Schuljahr mit den Förderungen weitergeht, ist noch nicht in trockenen Tüchern. Lediglich einen schicken Namen gibt es bereits: „Rückenwind“ heißt das Ganze und wird hoffentlich dazu beitragen, das Aufholen von Defiziten für alle zu ermöglichen.


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