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Hitzeschutz: Was tun unsere Schulen?

Eine Wasserschlacht, Eisessen im Unterricht oder ‚Homeoffice‘ für ältere Schüler:innen am Nachmittag: Das sind einige der ungewöhnlicheren Maßnahmen, mit denen Freiburger Schulen derzeit der Hitze trotzen. Häufiger setzen sie auf verkürzten Unterricht, Raumwechsel oder andere pragmatische Erleichterungen im Schulalltag. Mit Unterstützung der Elternbeiräte haben wir hier eine Übersicht der Maßnahmen zusammengestellt, die derzeit an Freiburger Schulen laufen.

Fangen wir mit einem herzerweichenden Beispiel aus Haslach an: An der Gerhart-Hauptmann-Schule gab es am Dienstag, 23. Juni, die erste schulweite Wasserschlacht. Die Grundschulkinder hatten Badesachen, Wasserpistolen und Wechselkleidung dabei, der Förderverein stellte 30 Kilogramm Melonenschnitze. Dann hieß es: Austoben und Abkühlen. Die Aktion war zuvor minutiös vorbereitet worden, u.a. gab es ein Regelwerk. Bleibt es so heiß – und davon ist auszugehen – soll es noch weitere Wasserschlachten geben.

Wie Hitzeschutz konkret aussieht, das unterscheidet sich von Schule zu Schule. Manche haben ausgefeilte Hitzeschutzkonzepte, die teils im Austausch mit dem Elternbeirat entstanden sind. Andere stellen ad hoc Pläne auf. Welche Maßnahmen möglich sind, ist unter anderem eine Frage der Gebäude, der Art der Schülerschaft und auch ein Stückweit des Entscheidungsmuts. Denn nicht überall gehen die Dinge so voran, wie Eltern es sich wünschen. Hier sind wir weiter mit der Stadt im Gespräch.

Hier die bislang mit uns geteilten Maßnahmen:

Der Klassiker: Verkürzter Unterricht
Eine ganze Reihe an Schulen hat derzeit die Dauer einer einzelnen Unterrichtsstunde um zehn Minuten gekürzt, so dass der Vormittag um 12 Uhr endet. Nachmittagsunterricht entfällt entweder ganz, startet deutlich früher oder wird wesentlich lockerer gehandhabt: So können die Kursstufe am Bertold-Gymnasium oder die älteren Schüler:innen der Paula-Fürst-Schule nachmittags auch ins ‚Homeoffice‘ wechseln. Übrigens: Am Deutsch-Französischen Gymnasium wurden hitzebedingt auch die Abfahrtszeiten der Busse nach Frankreich vorverlegt.

Das Naheliegende: Raumwechsel
An so manch einer Schule geht die Tendenz in diesen Tagen deutlich nach unten – in Richtung Keller. So verlegen beispielsweise das Rotteck-Gymnasium und die Wentzinger Real-/Gemeinschaftsschule ihren Nachmittagsunterricht in die kühleren Räume im Untergeschoss. Die Schülerinnen und Schüler der Schauinslandschule nutzen den kühleren Flur. An der Paula-Fürst-Schule findet Nachmittagsunterricht nur dann statt, wenn es ein Klassenzimmer mit Klimaanlage gibt. Eine andere Variante ist, gezielt den Schatten im Freien zu suchen. Lehrkräfte an der Freien Christlichen Schule, der Hebel- oder der Markgrafenschule, beispielsweise, dürfen explizit auch draußen unterrichten.

Die Hilfsmittelchen: Ventilatoren, Trinken, Sprühflaschen
Wie wird’s im Unterricht in diesen Tagen frischer? Einige Schulen haben jedes Klassenzimmer mit Ventilatoren bestückt, in einer anderen wurde auf Anfrage der Elternschaft zumindest das Dachgeschoss damit ausgestattet. Einige Schulen nutzen gezielt Lüftungskonzepte, hier wird früh morgens noch einmal ordentlich gelüftet. Viele Schulen, vor allem Grundschulen, erinnern Eltern daran, ihren Kindern genug zu trinken mit in die Schule zu geben. Ans Trinken wird diese Woche vielerorts explizit erinnert. Manche Schulen haben eigens Trinkpausen.

Piano, piano: Hausaufgaben & Klassenarbeiten
Mehrere Schulen signalisieren besondere Flexibilität in dieser Woche: Der Unterricht werde an die Wetterlage angepasst. Heißt beispielsweise Wasserspiele im Sportunterricht, mehr Pausen oder auch individuelle Pausen wie an der Markgrafenschule in Tiengen. Allerdings halten verschiedene Schulen trotz der Hitzerekorde noch an den Klassenarbeiten fest. Hier wird immerhin versucht, sie auf den früheren Morgen zu verlegen.

Ihr kennt weitere Hitzemaßnahmen? Schreibt uns unter info@geb-freiburg.de

Beim ersten Gong schon gefühlte 28 Grad. So startete der 23. Juni 2026 in Freiburg:

Autorin: Kirsten Wörnle

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