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Freiburg star­tet lokale Test­stra­te­gie mit Scho­co-Tests für Schü­ler*­innen

Freiburg star­tet lokale Test­stra­te­gie mit Scho­co-Tests für Schü­ler*­innen

Neben der Empfehlung fürs Maskentragen im Unterricht auch in Grundschulen wird nun eine zweite Forderung des GEB-S umgesetzt:

Die Stadt plant eine lokale Teststrategie für Schülerinn und Schüler. Die Öffnung der Schulen in Baden-Württemberg wird damit ein wenig sicherer.

Wie funktionieren Schoco-Tests?

Wie funktionieren die sogenannten Schoco-Tests: Die Schüler und Schülerinnen führen den Test selbst durch. Dazu lutschen sie 30 Sekunden auf einem Wattetupfer. Die Abstrichtupfer einer ganzen oder halben Klasse (maximal 25) werden dann in ein Sammelgefäß geworfen. Sie bilden einen „Pool“. Anschließend lutscht jeder Schüler und jede Schülerin noch einmal auf einem zweiten Abstrichtupfer. Dieser wird mit Namen und Geburtsdatum beschriftet und einzeln verpackt. Alle Röhrchen werden gesammelt ins Labor gebracht.

Das besondere: Dort werden die Wattestäbchen mit einem PCR-Test auf das Virus überprüft. Es ist also weit aussagekräftiger als ein Schnelltest, mit dem ansonsten oft verdachtsunabhängig getestet wird.

Wer muss in Quarantäne?

Zunächst wird der Klassen-Pool getestet. Wird das Virus nicht nachgewiesen, sind alle Kinder der Klasse sicher. Aber man musste nur einen Test durchführen – das spart Kosten und Ressourcen. Wird das Virus nachgewiesen, werden die individuellen Proben einzeln getestet um das infizuierte Kind zu identifizierten. Die positiv Getesteten müssen sich in Isolation begeben. Über alle weiteren Maßnahmen entscheidet das Gesundheitsamt. Das betrifft auch die Frage, ob sich weitere Kontaktpersonen in Quarantäne begeben müssen.

Die Stadt Freiburg stellt klar: Ziel ist es nicht, jeden Tag alle 40.000 Schülerinnen und Schüler der Stadt zu testen oder ganze Schulen „freizutesten“. Das ist aus logistischen Gründen (z.B. Laborkapazitäten) nicht möglich. Vielmehr soll es Stichprobentests geben, die eine Überwachungsfunktion haben. Dennoch wird es sehr viele Tests geben. Alle Schülerinnen und Schüler sollen wiederholt getestet werden. Die Frequenz muss in Abhängigkeit der aktuellen Infektionslage evaluiert werden. Eine Testung aller Schülerinnen und Schüler innerhalb einer Woche ist denkbar.

Der Gesamtelternbeirat begrüßt diese Initiative ausdrücklich! Wir danken der Stadt Freiburg fürs Einspringen in einen Bereich, für den eigentlich das Land zuständig wäre.